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Am Sonntags stand dann das zweite Testrennen für mich an. Für mich eine Standortbestimmung, um weiter für Barcelona und Walchsee aufzubauen. Ich rechnete mir bei einem sehr starken Feld eine Platzierung unter den Top Ten aus.

Die Woche davor hatte ich noch viel zu tun. Ich war noch unterwegs zur Radeinstellung (Danke Fritz!) bei Peter Mai und bei Storck wegen diverser Schaltprobleme und war dann froh am Samstag nach der Radabgabe, dass es am nächsten morgen dann endlich los gehen sollte!

Dann der Schock am Morgen! Ich hatte schon alles an meinem Rad zurecht gemacht, war enspannt optimistisch für ein gutes Rennen und eine solide Platzierung. Um die Schaltung nochmal zu überprüfen betätigte ich nochmal den Umwerfer.. da war es wieder- nichts ging mehr!

Das Problem war schon in der Woche davor aufgetreten. Wasser im Rahmen hatten die Konakte der DI2 beschädigt. Nach einigen Reperaturen war ich der Meinung es sollte funktionieren. Falsch gedacht! Was tun.. nichts! Ich musste das Rennen wohl oder übel auf dem großen Kettenblatt absolvieren. Keine leichte Aufgabe bei 1500HM auf 90km. Aber es half nichts, da musste ich jetzt durch.

Mit gemischten Gefühlen ging ich ins Rennen.. würde ich der Aufgabe gewachsen sein? Wie würde sich der mehr Kraftaufwand bemerkbar machen? Was würde mein Knie dazu sagen?

Ich entstieg nach 25min dem Raunheimer Weier, glücklich so gut durchs Schimmen gekommen zu sein! Das härteste würde jetzt kommen...

Die ersten 40km konnte ich einen guten Rhythmus finden und versuchte nicht zuviel Kraft zu vergeuden, trotzdem musste ich jeden Hügel im Stehen nehmen, inklusive der Auffahrt auf die Platte. Die Zuschauer müssen gedacht haben : " warum schaltet die nicht runter?" oder "man hat die einen Punsh ;-)". Trotzdem spürte ich meinen Rücken und die Beine deutlich nach diesen harten Aufstiegen , denn die Umdrehungen der Kurbel ging teilweise bis auf 30-40 zurück. Nach 60km hatte ich ca 30mal den Umwerfer betätigt und vergeblich gehofft, das sich was bewegt.

Endlich in Wiesbaden angekommen, begab ich mich auf die ersten 10 schweren Kilometer. Danach wurde es besser und die Beine leichter.. ja und dann war es auch schon vorbei. Platz 14 war nicht das was ich wollte..

Fazit: Schade, denn ich denke ich hätte für mich einen sehr guten Wettkampf machen können. Doch bisher stand das Schicksal dieses Jahr gegen mich. Ich hoffe, das ändert sich für Walchsee und Barcelona!!!

Ich bin noch sehr müde und möchte bis zum Wochenende die schöne Gegend hier am Bodensee genießen, dann geht es schon wieder in die Vollen und es werden Kilometer gemacht. Schickt mir etwas Glück, damit die schwarze Wolke über mir sich verzieht ;-)

Danke an Robert und Andreas von Storck die noch am Montag mein Rad wieder fit gemacht haben, so kann ich jetzt wenigstens wieder im Training voll Gas geben. Für die Zukunft wird mein Rad jetzt immer schön trocken gelegt ;-)

Bis dahin ..Eure Meike